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Erbaut wurde das Haus von Johann Adam
Mast, Ochsenwirt zu Obermusbach. Er erhielt mit Datum vom 28.
Juli 1812 aus Stuttgart "Im Namen des Königs" die Genehmigung zum Bau
einer Ziegelhütte zwischen Unter- und Obermusbach.
Im Gewerbe-Katasterbuch von 1821 ist Johann Adam Mast als Ziegler mit
2 Gulden 24 Kreuzer
als Gewerbesteuerzahler eingetragen.
Adam Mast verkauft laut Unterpfandbuch am 11.12.1829 das Haus an
Martin Frei, Friedrich Frei, Kristian Dölker und Friedrich Kübler aus
Untermusbach.
Für 1831 ist dann Friedrich Frei, Bauer aus Untermusbach als Ziegler
und Gewerbesteuerzahler eingetragen. Sein Name wurde gestrichen und durch
Adam Klumpp ersetzt. Adam Klumpp hat 1838 auch für die Potaschesiederei 24
Kreuzer zu zahlen. 1839 zahlt Adam Klumpp nur für die
Potaschesiederei.
Er verkaufte das Haus mit Ziegelhütte 1830 an Martin
Frei aus Untermusbach.
1834 wurde es weiterverkauft an Adam Klumpp.
Die nächsten Eigentümer waren 1839 je zur Hälfte Conrad Luz
(Lutz) aus Wittlensweiler und Johannes
Ziegler.
2x10% am Eigentum erhielt 1839 die hiesige
Bruderschaft.
Die Ziegelhütte besaß 8 Teilhaber, die noch nicht bekannt sind.
Als nächster Eigentümer folgt 1857 Friedrich Hofer aus
Untermusbach.
Er ist der Sohn von Johann Adam Hofer *15.01.1764 aus Untermusbach
UM22a und der Enkel von Johann Adam Hofer *29.11.1716 vom Beckenbauer-Hof
in Obermusbach.
Christian Friedrich Hofer, UM66c,
*23.11.1806 +1.3.1886 aus Untermusbach. Er ist
Ziegeleibesitzer und heiratet 1833 Barbara Guhl, *9.11.1799 +14.10.1873
aus Hallwangen. Sie haben 4 Kinder. Der Sohn Christian Friedrich erhält
die Ziegelei. 1865 wird Christian Friedrich Hofer als Eigentümer im
Grundbuch genannt.
Laut Gewerbe-Katasterbuch von 1821 hat Friedrich Hofer als
Ziegelhütten-Inhaber 1839 eine Gewerbesteuer von 2 Gulden 24 Kreuzer zu
zahlen. War er 1839 schon der Besitzer?
Christian Friedrich, *16.6.1840
+24.1.1893, wird auch Ziegeleibesitzer genannt, er
heiratet 1865 Christine Mast, *? +6.7.1915 in Klosterreichenbach.
Er ist 1893 und 1901 im Grundbuch eingetragen.
Mit Kaufvertrag vom 26.11.1896 verkauft Friedrich Hofer
Ziegeleibesitzers Wittwe Christine Hofer an ihren Sohn Johannes Hofer
ihren Anteil an der Ziegelhütte Nr. 11 mit einigen
Grundstücken.
Im Jahr 1904 wird im Schätzungsbuch Johannes Hofer
als Eigentümer genannt.
Johannes Hofer, *1.3.1868 +? heiratet in 1. Ehe 1892
Friedericke Schmieder, *?+? und in 2. Ehe 1921 Pauline Fahrner, *?
+14.7.1975 in Forbach.
Johannes zieht nach Hallwangen und ist auch dort gestorben. Ein Sohn
wurde Bürgermeister in Hallwangen.
Er verkauft das Haus am 01.12.1904 an Georg
Lörcher, Schneider und seine Ehefrau geb. Kilgus.
Hiermit endet der Ziegeleibetrieb in Obermusbach. Im Garten der
Ziegelei fanden sich Reste von Ziegeln und Ziegelfehlbrände. Diese
Ziegelreste entsprechen in der Bauform den Ziegeln auf dem Backhaus vom
"Zum Ochsen" Nr. 6.
![]() Alte 2010 ausgebrabene Ziegelreste
Die letzten Ziegel finden wir auf dem Dach des Backhauses vom Ochsen
Nr. 6.
![]() Backhausdach "Zum Ochsen"
Backhausziegel |
Johann Georg Lörcher, *22.4.1878 +9.4.1939 aus
Untermusbach heiratet 1904 Christine Kilgus aus Untermusbach.
Der Sohn Ernst erbt das Haus.
1906 wird das Haus umgebaut, die Ziegelei verschwindet und ein
Wohnhaus entsteht.
Im Schätzungsbuch von 1909 steht Johann Georg Lörcher als
Eigentümer.
Ebenfalls im Grund-Kataster von 1935.
Ernst Lörcher, *18.3.1914 +12.5.1979.
Ernst ist Küfer und betreibt in einem Nebengebäude eine
Küferei.
Im Jahre 1984 wird das Haus von Rolf Balser und seiner
Ehefrau Erika Balser aus Königsbach-Stein gekauft.
Sie bewohnen das Haus heute.
Ingrid Lisica geb. Lörcher, die Tochter von Ernst
Lörcher übernimmt das Küfereigebäude neben der Ziegelei gemeinsam mit
ihrem Ehemann Ivan Lisica.
Ivan baut das Gebäude in ein Wohnhaus mit
Kfz-Reparaturwerkstatt um.
![]() Werkstatt Lisica
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