Obermusbach - "Hausgeschichten"
Wappen von Musbach Obermusbach

Geschichte vom Haus Hofer,

- die alte Nr. 7, heute nicht mehr vorhanden -

Zur Zeit des großen Brandes 1822, dem Ausgangspunkt unserer Recherchen war  Johannes Hofer Eigentümer des Hauses. Er war zu der Zeit Schulheiß in Obermusbach.
Das Haus steht heute nicht mehr. Die Annahme, dass es nach dem Brand nicht wieder aufgebaut wurde kann nicht stimmen, da es im Dorfplan von 1836 vorhanden ist und im heutigen Garten von Klosterstr. 46 stand.
Als Eigentümer des offensichtlich wieder aufgebauten Hauses ist im Primärkataster von  1844 Jacob Friedrich Hofer der Sohn von Johannes aufgeführt. Zum Wohnhaus gehörte zu dieser Zeit noch eine Scheuer die entsprechend Lageplan größer war als das Wohnhaus und neben dem Wohnhaus, heute im Bereich von Klosterstr. 44, stand.
 
Der erste bekannte Besitzer ist
Hans Gree, er wird in der Kopie des Lagerbuches von 1425, überarbeitet um 1599, als Eigentümer genannt. In der genannten Kopie des Lagerbuches aus dem Jahr 1599 wird die Ehefrau von Hans Gree als Leibeigene des Klosters geführt. Der Ehemann muß für sie eine Abgabe für Leibeigene an das Kloster zahlen.
Wir finden Hans Gree im Vogtsgericht-Protokoll von 1608 bis 1609 als Schultheiß. Ebenso finden wir ihn in einer Urkunde des Kloster Engeltal im Jahr 1587 als Schultheiß aufgeführt.GR1)  Im Vogtgericht von 1609 wird er beschuldigt, den Wassergraben an der Straße nicht sauber zu halten.
Ab 1616 wird Hans Gree in den Vogtgerichtsprotokollen nicht mehr genannt, dafür aber Phillip Gree, sein Sohn?
Weitere Daten sind von Hans Gree nicht bekannt. Der Hof ist dann aber vermutlich bis etwa 1645 im Besitz der Familie Gree.
Der Name Hans Gree wurde in der Kopie des Lagerbuches von (1425) 1599 gestrichen und zu einem nicht vermerkten Zeitpunkt durch Jerg Morat und danach durch Michael Ziflen ersetzt.
Vor Michael Ziflen hat noch Philipp Gree den Hof besessen. Philipp ist vermutlich der Sohn von Hans Gree, der um 1607 vermögenste Hofbesitzer in Obermusbach. Hans Gree hat ein Vermögen von 1500 Gulden, sein Sohn von 400 Gulden..KLVM1607) Philipp erbt um 1612 von seinem Vater den Hof und besitzt ein Vermögen von 2310 Gulden. Auch Phillip Gree wird im Vogtsgericht-Protokoll von 1608 genannt. Philipp Gree stirbt um 1623 und seine Witwe heiratet Martin Gäßler. Dieser Martin Gäßler besitzt 1635 zwei Güter, er ist der reichste Bauer von Obermusbach. Sonst ist uns Martin Gäsler nicht weiteres bekannt, wir wissen deshalb auch nicht, weshalb der Besitz dann auf Michael Ziflen und Georg Morath überging.
Über Michael Ziflen finden wir einen ersten Vermerk im Vogtgerichtsprotokoll von 1645.
Michael Ziflen ist auch als Vorbesitzer von Matthäus Hofer im Lagerbuch von 1667 genannt.
Michael Ziflen ist vermutlich nicht direkt verwandt mit Conrad Ziflen vom Hof-Nr. 3.
Michael Ziflen wird im Erneuerungsbuch von 1667 als Schultheiß-Amtsverweser geführt. Im stehen 1,5 Sägetage zu, da die Anzahl der Sägetage der Hofzahl entsprechen. Michael besitzt einen ganzen Hof und einen halben Hof, die andere Hälfte gehört Jerg Morath.
 
Inventarrium 1661
Ausschnitt aus dem Inventarium KLInvZi1661) von Christiane Zifle verw. Frey geb. Yltiss aus dem Jahr 1661.
Michael Ziflin, OM21a, *etwa 1614 +8.2.1674 aus Röt. Er heiratet in 1.Ehe 1645 in Röt Christina Yltiss die Witwe von Conrad Frey, *nicht bekannt + 20.9.1661 in papistischer Religion. Sie haben 9 Kinder, Sohn Conrad übernimmt den Hof.
Sie haben 4 Kinder von denen 2 früh sterben.
 
Die Tochter Agatha Ziflin, *7.5.1646 heiratet 1669 Jacob Schittenhelm in Hallwangen und ihr Bruder Johann Michael Ziflin, *16.10.1647 heiratet eine Girbach in Heselbach. Der Sohn Martin Ziflin, *16.9.1651 heiratet 1680 als Bauer in Hallwangen Eva Pfeifflin aus Grüntal. Die Tochter Maria Ziflin, *30.11.1658 heiratet 1681 Jacob Ruoff in Hallwangen. Über die Kinder Christina Ziflin, *5.6.1653 und Matthäus Ziflin, *17.9.1661 ist nichts weiter bekannt. Michael ist vermutlich um vor 1645 nach Obermusbach gekommen, da der 2. Sohn Johann Michael bereits in OM geboren wurde und er im Vogtsgerichtsprotokoll von 1645 erwähnt wird.
In 2.Ehe heiratet er 1662 Agnes Trück, 3.4.1643 in Baiersbronn-Berg +9.6.1717 in Baiersbronn-Labbronnen. Sie haben 4 gemeinsame Kinder. Der Sohn Johannes Ziflin, *19.5.1667 heiratet 1711 in Aichhalden Anna Maria Minnhardt die Witwe des Michael Rothfuß. Von den Kindern Margaretha Ziflin, *8.9.1663, Georgius Ziflin, *31.3.1670 und Anna Ziflin, *27.2.1672 ist nichts weiter bekannt.
Nach dem Lagerbuch von 1667 hat Michael auch das Grundstück bewirtschaftet, auf dem vor 1667 die Mahlmühle von Obermusbach stand. Auch wird er im Lagerbuch von 1667 Schultheiß genannt. Zudem gehört Michael zu den drei Feldbesitzern, die für einen Teil der Felder der Pfarrei von Dornstetten den Zehnt schuldig sind. Für die überigen Felder ist er, wie alle Obermusbacher, den Zehnt dem Kloster Engeltal und dem Kloster Kniebis pflichtig. Die Hofgröße beträgt 1667 Felder von 44 Morgen. Zu dieser Zeit gehört zu den Höfen noch kein Wald und keine Allmand-Wiesen.
Conrad Ziflen, OM20a, *30.5.1649 +16.2.1706 heiratet in 1.Ehe 1674 Barbara Braun, GRÜ12ab, *23.9.1655 +11.2.1687 aus Grüntal. Sie haben 7 Kinder, von denen die letzten 3 früh sterben.  Die erste Tochter Agatha Ziflin, *20.8.1676 heiratet 1696 Johann Michael Döttling, AA18b, in Aach und der zweitgeborene Sohn  Michael Ziflin, *25.11.1677 heiratet 1709 als Bauer in Dietersweiler die Anna Catharina Fahrner, Witwe des Philip Dölker aus Wittlensweiler. Die Tochter Anna Ziflin, *4.9.1679 heiratet Jacob Frey in Röt und die Schwester Anna Maria Ziflin, *6.3.1681 heiratet 1702 Peter Müller, FR55b, in Frutenhof.
In 2.Ehe heiratet Conrad 1688 Anna Gaisser, 2.11.1668 +21.1.1744 aus Baiersbronn-Stöcken. Sie haben 8 Kinder, von denen 4 früh sterben. Tochter Barbara ertrinkt 1702 mit 2 1/2 Jahren. Die Tochter Anna Ursula Ziflin, *30.6.1689 heiratet 1710 Johannes Seeger vom Nachbarhof Nr. 3 und die Schwester Christina Ziflin, *10.3.1691 heiratet Michel Hauser (Rauser) in Igelshausen. Der Sohn Andreas Ziflin, *21.5.1697 lebt als Bauer in Haiterbach. Die Catharina Ziflin, *13.1.1703 heiratet Michel Mast, Bauer in Bösingen.
Alle Kinder aus den beiden Ehen sterben früh oder heiraten nach außerhalb so dass diese Linie hier in Obermusbach endet. Die Erbteilung ist im Archiv Baiersbronn KLInvIV-CZ) ebenso hinterlegt wie das Inventarium zur Hochzeit mit M. Hofer. Im Inventarium sind ein ganzer Hof und ein halber Hof als Eigentum der Witwe. Der zweite Teil des halben Hofes gehört Christoph Bernhard Frey.
Die Witwe Anna heiratet in 2. Ehe 1706 Matthäus Hofer, der dann den Hof Nr. 7 übernimmt.
 
Matthäus Hofer, OM15b, *5.9.1685 in Aach +1.10.1764 heiratet in 1.Ehe 1706 die Witwe Anna Ziflen geb. Gaisser. Er ist der Sohn vom Schultheiß Joh. Andreas Hofer aus Aach. Seinem Onkel Adam Hofer gehört der Hof Nr. 10.
Sie haben 4 Kinder, zwei sterben früh. Sohn Johannes kauft am 1.3.1731 für  1500 Gulden die 1 1/2 Höfe von den Eltern, hierzu erhält er 300 Gulden Hochzeitsgeld.InvIX-H) Siegel von 1731 Im den Leibgedingvereinbarungen vom 15. Mai 1731 ist unter vielen anderem festgehalten, dass der Vater Matthäus Hofer einen halben Seegtag für sich behält, der Sohn jedoch die Blöcher (Holzstämme) zum sägen kostenlos zur Segmühle fahren muß. KlKB1721)  Die Tochter Eva heiratet Conrad Klumpp vom Hof Nr. 8.
In 2. Ehe heiratet Matthäus 1746 die Witwe Eva Trück geb. Wolff, *5.7.1699 in Heselbach +nicht bekannt. Sie haben keine gemeinsamen Kinder.
Matthäus Hofer kauft 1721 von Hans Mast Nr. 6 das halbe ererbte Hofgut des Michael Morhardt. KlKB1721)
 
Johannes Hofer, OM15c, *17.7.1710 +6.4.1792 heiratet 1731 Anna Maria Zinser, *etwa 1714 +19.5.1787 aus Lombach.
Sie haben 6 Kinder, von denen 3 früh sterben. Sohn Johann Michael erbt das Haus. Die erstgeborene Tochter Anna Maria Hofer, *31.10.1732 heiratet 1749 Philipp Kohler in Untermusbach und 1771 als Witwe Jacob Schmid aus Wittendorf. Die letztgeborene Tochter Eva Hofer, *11.8.1744 heiratet 1761 in Palzgrafenweiler den Chirug und Adlerwirt Gottfried Strähle.
 
Johann Michael Hofer, OM8a, *17.8.1736 +23.1.1796 heiratet 1758 Christina Mast, *8.8.1739 +9.3.1808 die Tochter von Adam Mast  vom Hof Nr. 6 aus Obermusbach.
Sie haben 10 Kinder, von denen 3 früh oder ledig sterben. Sohn Johannes übernimmt das Haus. Die Tochter Anna Maria Hofer, *4.4.1760 heiratet 1779 Georg Friedrich Klumpp vom Hof Nr. 8 und die Schwester Eva Hofer, *25.9.1762 heiratet 1786 Johann Friedrich Hofer vom Hof Nr. 10. Die Tochter Magdalena Sophie Hofer, *14.4.1772 heiratet in Cresbach den Schultheiß Michael Hayer und die jüngste Tochter Esther Hofer, *20.8.1779 heiratet 1799 den Witwer Johann Jacob Seeger vom Hof Nr. 3. Es haben also 3 Töchter in Obermusbacher Höfe eingeheiratet.
Der Hof hat 1769 eine Größe von 67 Morgen Felder, 18 Morgen Wiesen, 1 Morgen Garten, 1 Pferd, 17 Horn- und Rindvieh und 1 Schwein. In der Vermögensliste von 1777 sind dann 56 Morgen Äcker, 25 Morgen Wiesen, 1 Morgen Garten und 11 Morgen Egarten und Viehweiden.
 
Johannes Hofer, OM10a, *20.9.1769 +9.4.1827 heiratet am 7.2.1792 Anna Maria Kübler, *31.7.1766 +9.7.1827 aus Grüntal. Er ist zur Zeit des Brandes 1822 Schultheiß. Laut Inventarienbuch von 1785 bringen die Eheleute folgendes Vermögen in die Ehe ein: Johannes 1045 Gulden und Anna Maria 2242 Gulden.  InvMu-1785)
Sie haben 9 Kinder, von denen 4 früh sterben. Sohn Jacob Friedrich erbt das Haus. Die erstgeborene Tochter Eva Hofer, *18.3.1793 heiratet 1806 Johann Adam Mast vom Hof Nr. 6. Die Tochter Christina Hofer, *20.5.1800 heiratet 1826 in Dornstetten und der Bruder Johann Michael Hofer, *3.5.1805 heiratet 1826 in Uhlbach. Sohn Johannes siehe unten.
Das Haus brennt beim großen Brand 1822 ab. Gemäß den Eintragungen des Primärkatasters desVermessungsamtes Freudenstadt von 1844 wird das Haus plus Scheuer wieder aufgebaut.
 
 
Johannes Hofer *9.9.1802 Johannes Hofer *17.3.1827 in Grüntal
Links der Sohn Johannes Hofer, Grü72c, *9.9.1802 +20.2.1870 heiratet 1826 Barbara Kübler, *30.10.1805 in Grüntal. Im Hofkaufvertrag des Kübler-Hofes von 1792 in Grüntal ist festgelegt, dass jährlich maximal 80 Baumstämme als Glozholz (Sägholz) gefällt werden.
Rechts Johannes Hofer, Grü94b, *17.3.1827 +13.10.1906, der Sohn von Johannes Hofer(links) und Barbara Kübler. Bauer und Müller in Grüntal. HH1)

Die Fotos stammen aus der Frühzeit der Fotografie, etwa 1860.


 
Jakob Friedrich Hofer, OM41b, *17.11.1794 + Amerika, heiratet 1824 in 1.Ehe Kunigunda Graf, *6.11.1803 +17.1.1836 nach der Geburt des 8. Kindes. Drei Kinder sterben früh. Drei Söhne wandern nach Amarika aus. Die Tochter Barbara heiratet den Ochsenwirt Gottfried Frey, der auch hochverschuldet nach Amerika auswandert.  
Jakob Friedrich heiratet in 2.Ehe 1839 Anna Maria Schittenhelm, WW99a, aus Wittlensweiler, * 2.5.1806 +12.8.1841 nach der Geburt des 2. Kindes. Die zwei Kinder sterben nach der Geburt.
Ab 1838 ist Johann Friedrich Schultheiß. Um 1818 kauft er den Bohnet-Hof und gewinnt noch 1820 einen Prozeß bezüglich des Gutsverkaufs wobei der Vorbesitzer Jakob Bohnet der Klageführer ist. 1)
Laut Gewerbe-Katasterbuch von 1821 zahlt Jacob Fr. Hofer 1824 und 1849 je 42 Kreuzer Gewerbesteuer für die Potaschesiederei und 1845 als Holzhändler 3 Gulden 12 Kreuzer. Im Jahre 1853 wird keine Gewerbesteuer gezahlt. 
Gemäß Gemeindrats-Protokoll von 1839 über die Ablösung der Lehensabgabe war Jacob Friedrich Hofer der Nachbesitzer von Thomas Bohnets Hof. Das Gemeinderatsprotokoll bezieht sich hierbei auf das Lagerbuch von 1667. Bei dieser Feststellung 1839 vertritt Jacob Friedrich wahrscheinlich die verschiedenen Besitzer, die Felder vom alten aufgelösten Bohnet-Hof des Bernhardt Bohnet gekauft hatten.
Am 8.7.1842 kauft Schultheiß Hofer von Joh. Schneider aus Ehingen den Friedrich Wurster-Hof Nr. 16 für 11812 Gulden 52 Kreuzer.
Bei den Lehen-Ablöseverhandlung 1843 wird Jakob noch als Eigentümer von 2 Höfen und als Nachfolger vom Bohnet-Hof geführt. Er ist 1843 der größte Waldbesitzer und nennt 152 Morgen Wald sein Eigen.
Laut Gemeinderaths-Protokoll vom 16.6.1852 hat Jakob von 3 Obermusbacher Bauern 4000 Gulden geliehen und dafür seinen Wald verpfändet. Er läßt jedoch im gepfändeten Wald Holz schlagen und abtransportieren.
Im Gemeinderathsprotokoll vom 6.7.1852 wird Jak. Friedr. Hofer folgendes Zeugnis zur Untersuchung seines Vermögens ausgestellt:
1. Der Minderwerth des Holzes hat seinem Vermögen sehr geschadet.
2. Das er einen leichtsinnigen Lebenswandel hat.
3. Die Hauptursache seine 3 ungerathene Söhne, welche dem Müßiggang und Trunk auffallend ergeben sind und den Vermögenszerfall beigeführt haben.
Am 6.9 1852 wurde Mattheis Ziefle als Güterverwalter bestellt.
Am 14.12.1852 findet die erste Versteigerung des Hofes Nr. 7 statt, es finden sich wahrscheinlich keine Käufer. 
Am 30. April 1853 haben die Obermusbacher Bauern sich Grundstücke zur Begleichung ihrer Schulden zugeteilt.
Am 3. November 1853 wird der Hof versteigert, die Gläubiger können nur zu 60% befriedigt werden.
Am 5.7.1854 werden noch einige Grundstücke verkauft. Im Verkaufsprotokoll vom 5.7.1854 steht, dass J.F. Hofer mit seinen 2 Kindern innerhalb der nächsten 8 Tage nach Amerika auswandern will. Bei der Auswanderungsbehörde stellt er im Juni 1854 unter der Nr. 569274 den Antrag zur Auswanderung nach North-Amerika.
Sein Sohn  Jakob Friedrich Hofer, *23.11.1832 stellt September 1853 den bei der Auswanderungsbehörde unter der Nr. 569272 den Antrag nach North-Amerika auszuwandern.
Laut Sippenbuch folgt Vater Jakob 1854. Der Sohn Johann Adam Hofer, *7.3.1827 nimmt 1854 beim Waldhornwirth in Freudenstadt 250 Gulden für die Auswanderung auf und wandert mit seinem Bruder Johannes Hofer, *27.10.1831 aus. Johannes wird als 14jähriger im Schulverzeichnis von 1845 im Bereich "Sitten" als von "thierischer Natur" beurteilt. Am 14.4.1854 berechtigt der Gemeinderath den Pfleger der Kinder, Johann Adam Seeger, Ochsenwirth, beim Schultheiß Kappler in Igelsberg 300 Gulden aufzunehmen um die Schulden von Johann Adam zu bezahlen. Hiermit endet diese Hofer-Linie in Obermusbach.



An dieser Stelle stand das Haus.



An dieser Stelle stand die Scheuer.

Der letzte Eigentümer ist Michael Stockinger, Sonnenwirt aus Igelsberg.
Er läßt das Wasch- und Backhaus und das Wohnhaus 1854 abbrechen.
Einen Teil des Mauerwerk läßt er abfahren.
Am 17.6.1854 (1856) verkauft M.Stockinger das Hausgrundstück mit den Mauerresten und den Garten an Joh. Adam Seeger, Ochsenwirth. 1909 ist das Haus in den Büchern nicht mehr vorhanden.
1) Staats- und Regierungsblatt vom Jahr 1820.
 
Die Geschichte dieses Hauses endet hier.
Die Familiendaten entstammen dem Ortssippenbuch (OSB) Grüntal von Günter Frey und Horst Bruns. Aus der Website www.klosteramt-reichenbach.de von Dr. Juergen Wurster sind die Informationen über die Höfe der Frühgeschichte entnommen. Die Angabe OM.. hinter dem Namen entspricht dem OSB-Verzeichnis. Weitere Informationen sind vom Staatsarchiv Stgt.  H102/63 Bd. 4 und 10, A516L Bü6 und dem Ortsarchiv Musbach.
GR1) aus "Geschichte des Oberrheins", 1865, KLInvZi1661)Archiv Baiersbronn Inventarium, KLInvIV-CZ)Archiv Baiersbronn Klosterreichenbach Inventuren Band IV, InvIX-H)Archiv Baiersbronn Klosterreichenbach Inventuren Band IX, KlKB1721)Archiv Baiersbronn Klosterreichenbach Kaufbriefe 1721-40,  KlVM1607)Archiv Baiersbronn Klosterreichenbach Kaufbriefe 1721-40,InvMu-1785) Archiv Musbach Inventarienbuch 1785-1810), HH1) Kaufvertrag und Fotos von Harald Hofer in Esslingen.
Aufgeschrieben von Hans Rehberg.
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