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Zur Zeit des großen Brandes 1822, dem Ausgangspunkt unserer
Recherchen war das Haus im Besitz der Fam. Seeger und wurde vom Brand
verschont. Die Seegers zählen zu den Neubürgern, die alle um 1600 nach
Obermusbach gezogen sind.
Die ersten bekannten Hofbesitzer sind vermutlich die Klaiss. Bekannt
sind hier:
Michael Klaiss, hat 1615 gehuldigt.
Hans Klaiss, OM30c, *etwa 1589 +29.1.1623 verheiratet mit Eva,
*etwa 1579 +7.3.1649 in Igelsberg. Er ist nicht der Hofbesitzer.
Im Protokoll des Marktgerichtes zu Obermusbach am 6.Juni 1608
ist ein
Jakob Klaiss, als Zeuge aufgeführt.
Ein weiterer Zeuge in diesem Protokoll ist Michael Plöchin,
vermutlich der Sohn des ermordeten Michael Plöchin.
Hans Klaiß, *1550-70 +1604-07, gemustert 1588 ist
vermutlich der Vater von "Jung" Hans Klaiß. Hans sein Vermögen
wird 1604 bei eineinhalb Höfe auf 1600 Gulden geschätzt. Das Vermögen der
Witwe wird 1607 auf 1250 Gulden eingeschätzt. "Jung" Hans Klaiß, *? +?, gemustert 1598 ist
vermutlich der Vater von Jakob Klaiß, +1639.
Jacob Klaiss, *etwa 1604 +27.3.1639.
Jacob huldigt (legt den Treueeid ab) in Obermusbach 1622-25. Er
besitzt 2 Hofgüter und ist 1625 Schultheiß mit einem Vermögen von
1200 Gulden.
Jakob ist 1612 und 1635 als Hofbesitzer genannt, dieser scheint mit
Jakob Klaiss, *1604 aus dem Ortssippenbuch nicht identisch zu
sein.
Im Urbar von 1667 wird Jakob Klaiss als Vorbesitzer des Hofes von
Michael Seeger genannt.
Michael Seeger, *etwa 1614 +4.6.1686 heiratet 1645 Maria
Clais, *etwa 1624 +13.4.1691 aus Obermusbach.
Maria ist vermutlich die Tochter von Hans Klaiss oder von Jakob
Klaiss aus dem Marktgerichtsprotokoll.
Sie haben 9 Kinder. Sohn Petrus (Peter) erbt den Hof.
Michael war 1648 Wirt in Obermusbach.
Michael Seeger wird im Obermusbacher-Erneuerungsbuch von 1667 als Jungbauer
genannt. Ihm steht 1 Sägetag zu. Da die Anzahl der Sägetage
gleichbedeutend mit der Größe des Waldes war, ist davon auszugehen,
dass Michael einen gleichgroßen Wald wie 6 andere Bauer in
Obermusbach hatte. Auch ist in diesem Lagerbuch geschrieben, daß Michael
Seeger der Nachfolger von Jacob Klaiß ist.
Peter Seeger, OM8b, *3.6.1648 +20.1.1693 heiratet 1678
Magdalena NN, *etwa 1659 +17.2.1729. Sie haben 7 Kinder.
Magdalena heiratet in 2.Ehe 1693 Conrad Mast, Bauer in Obermusbach
*9.6.1668 +11.2.1700.
Die Kinder erben vom Stiefvater und von der Mutter. Sohn Johannes
übernimmt den Hof.
Johannes Seeger, *19.9.1688 +28.8.1754 heiratet in 1.Ehe 1710
Anna Ursula Ziflin, *30.6.1689 +15.2.1725.
Sie haben 5 Kinder. Sohn Peter erbt den Hof.
Johannes heiratet in 2.Ehe 1725 Eva Plocher, *um Martini 1702
+10.10.1784 aus Gundelshausen. Sie haben 9 Kinder. Sohn Hanns Michael
stirbt 1781 als Soldat.
Johannes war 1732 Wirt in Obermusbach.
Peter Seeger, *17.1.1715 +14.5.1783 heiratet 1743 Sophia
Romann, 2.7.1726 +23.3.1778 aus Glatten. Sie haben 7 Kinder. Johann Jacob
erbt den Hof.
Johann Jacob Seeger, *6.5.1754 +4.11.1827 heiratet in 1.Ehe
1779 Anna Barbara Mast, *11.8.1756 +3.8.1798.
Sie haben 4 Kinder. Sohn Johann erbt den Hof.
Johann heiratet in 2.Ehe 1799 Esther Hofer, *20.8.1779 +7.1.1857 aus
Obermusbach. Sie haben 4 Kinder.
Der Ehevertrag von 1799 liegt im Musbacher Archiv, ist jedoch wegen
der verblaßten Schrift schwer lesbar.
Johann Martin Seeger, OM39b, *5.2.1787 +19.5.1850 heiratet
1813 Anna Maria Seid, 5.4.1790 +3.3.1861 aus Igelsberg.Johann ist
Schultheiß.
Sie haben 5 Kinder.
Die Söhne kaufen am 27. April 1850 gemeinsam die Liegenschaft. Der
Sohn Johann Martin wird von 1850 bis 1858 als Eigentümer geführt. Ab 8.
September 1858 ist gemäß Kaufbuch von 1856 nach dem Tod von Johann Martin
ledig dann Johann Adam der Eigentümer des Hofes.
Johann Adam verkauft laut Kaufbuch II 1860 Wald, unter anderem
an Gustav Werner aus Reutlingen.
Laut Gewerbe-Katasterbuch von 1821 zahlt Martin Seeger 1824 und 1859
je 42 Kreuzer Gewerbesteuer auf die Potaschesiederei, wobei bein der
Zahlung von 1859 vermerkt ist, dass er gestorben ist.
Johann Adam Seeger, OM39c, *13.11.1826 +31.5.1868 heiratet
Franziska Frey aus Obermusbach, *31.5.1832 in Schwarzenberg +29.5.1891.
Sie haben 7 Kinder.
Franziska erbt Nr. 6, den Ochsen und ihr Ehemann wird der
Ochsenwirt. Der alte Hof bleibt im Besitz der Familie.
Entsprechend Schätzungsbuch ist 1873 J.A. Seeger Eigentümer des
Seeger-Hofes. Im Grundbuch von 1901 ist noch die Witwe Franziska als Eigentümerin
geführt.
Das Buch der Feuerversicherung scheint jedoch genauer zu sein,
hier sind folgende Eintragungen:
Die Witwe Franziska bricht den Hof 1899 ab und baut ein Wohnhaus, das
"Jägerhaus" und ein großes Ökonomiegebäude. Da Franziska zu dieser Zeit im
"Zum Ochsen" wohnt und diese Gastwirtschaft betreibt, sind beide Gebäude
als Erweiterung des "Ochsen" zu sehen.
Laut Güterbuch von 1895 wird das Haus von den Erben Karoline
und Friderike, sowie Postinspektor Kopf aus Stuttgart abgerissen
und 1890 als Scheune Nr. 2b neu erbaut.
Dies muß noch überarbeitet werden, da es im Widerspruch zur
Auerhahngeschichte steht.
Neben dieser Scheune wird 1891 ein neues Wohnhaus Nr. 2, das
"Jägerhaus" erbaut.
1893 sind als Eigentümer die Kinder Christian, Karoline und
Friederike Barbara eingetragen.
Der Sohn Johann Adam erbt wohl den Ochsen.
1902 ist dann der alleinige Eigentümer Christian Seeger.
Das Backhaus mit der Nr. 2C wird 1883 und das Waschhaus mit der Nr.
2B 1886 abgerissen.
Die Seeger-Linie endet hier in Obermusbach.
Im Feuerversicherungsbuch ist als nächster Eigentümer ab 1904
Johannes Hofer, Ziegeleibesitzer Nr. 11, er wird auch als
Sägewerksbesitzer geführt, eingetragen. Er wird auch als Eigentümer
vom "Jägerhaus" geführt.
Er verkauft das Ökonomiegebäude Nr. 2b jedoch 1903 schon
weiter an Johannes Schanz.
Das "Jägerhaus" verkauft Hofer 1905 an Georg Frey.
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+ ![]() Das Schmälzle-Haus Johannes Schanz, *26.10.1845 +22.12.1905 aus
Tumlingen heiratet 1873 die Witwe Anna Maria Ziefle vom Ziefle-Hof.
Johannes Schanz führt den Ziefle-Hof bis zu seinem Tod 1905. Er
ist 17 Jahre, bis zu seinem Tod, Schultheiß.
![]() Johannes hat mit Anna Maria 6 Kinder.
Die Tochter Karoline Luise heiratet auf den Benzinger-Hof in
Aach.
Johannes baut 1903 an das gekaufte Seeger-Ökonomiegebäude Nr. 2b
einen Wohnteil.
1901 kauft er den Wurster-Hof Nr. 15, heute Klosterstr. 45 auf der
anderen Straßenseite.
Die Tochter Friederika Schanz erbt den ehemaligen Wurster-Hof
Nr. 15. Sohn Karl Ludwig Schanz erbt den Seeger-Hof Nr.
2b bestehend aus der zum Wohnhaus umgebauten Scheune und wird im
Feuerversicherungsbuch ab 1913 als Eigentümer geführt. Im Schätzungsbuch
von 1900 ist er schon ab 1904 als Eigentümer geführt. Karl Ludwig Schanz, *20.06.1881 +07.09.1965 heiratet
in 1.Ehe 1907 Anna Christina Maestling, *1886 +3.1.1916 aus Untermusbach.
Sie haben 7 Kinder.
Karl heiratet in 2.Ehe 1921 Rosina Maestling *1884 +5.8.1971, die
Schwester von Anna. Sie haben einen Sohn. Dieser Sohn Gottlob erbt als
Adoptivsohn den Wurster-Hof Nr. 15 und führt den Namen
Wurster-Schanz.
![]() Karl Schanz 1913 Karl Schanz, der Sohn aus 1. Ehe führt mit seinen Schwestern
Klara und Frieda den Hof Nr. 2b weiter.
Karl Schanz, *?+?.
Der alte Seeger-Hof wird mit der Haus-Nr. 2b und das "Jägerhaus" (der
Auerhahn) mit 2a geführt.
Im Schätzungsbuch von 1909 ist Johannes Hofer der
Eigentümer von 2a und Karl Schanz der Eigentümer von 2b.
Ab 1935 wird der Seeger-Hof dann mit der Haus-Nr. 5 (Nr. vom alten
Schulhaus) und der Auerhahn mit der Nr. 2 (ursprüngliche Seeger-Hof
Nr.)geführt.
Im Schätzungsbuch von 1914 ist am 03.01.1924 die Witwe Friederike
geb. Schneider von Johannes Hofer die Eigentümerin von Nr. 2, dieser
Eintrag irrt vermutlich, da zu dieser Zeit der Besitz bereits Georg Frey
gehörte.
Der Seeger (Schanz)-Hof wird an Stefanie Schmälzle verkauft.
Sie lebt heute in dem renovierten Haus. |