Kucher

Der Kunstmaler Eugen Kucher in Obermusbach

Eugen Kucher ist bekannt für seine Bilder, mit denen er die Schönheit seiner Heimat zeigt.

Er kam am 12. August 1889 in Enzweihingen (in der Nähe von Vaihingen/ Enz) zur Welt. Sein Vater wird im Geburtsregister als Ypsermeister, also als Gipser, bezeichnet. 1896 siedelte die Familie nach Degerloch über. Nach der Schule machte Eugen eine Lehre bei seinem zwölf Jahre älteren Bruder, dem Malermeister Wilhelm Kucher.
Zum Glück für seine künstlerischen Ambitionen landete Eugen Kucher schließlich von November 1910 an als Bühnenmaler beim Königlichen Hoftheater Stuttgart, wo er auch nach dem Krieg seinem Brotberuf nachgehen konnte.
Nach 1918 lebte Kucher mit seiner Frau Mathilde und der Familie in Degerloch, arbeitete als Bühnenmaler und versorgte die Degerlocher weiterhin mit idyllischen Landschaftsbildern.

Eugen Kucher an Staffelei
Eugen Kucher an Staffelei

Am 12. April 1945 kam er auf einer Fahrt nach Aalen bei einem Tieffliegerangriff der Alliierten ums Leben.

In den 30er Jahren war der Kunstmaler Eugen Kucher aus Stuttgart-Degerloch häufig als Gast der Familie Emil Hamma in Obermusbach. Während dieser Zeit stand er an der Staffel und malte Bilder aus Obermusbach.

Haus Dürr von Eugen Kucher
Haus Dürr von Eugen Kucher
Haus Dürr heute, hinter der linken Baumgruppe
Haus Dürr heute, hinter der linken Baumgruppe

Dieses Bild von 1934 zeigt den Ortseingang Obermusbach und ist heute noch nachvollziehbar. Das Haus im Hintergrund ist das Haus Dürr, in dem Emil Hamma Junior mit seiner Familie eine Wohnung hatte.

Haus Schneider von Eugen Kucher um 1930 gemalt

Dieses Bild zeigt den Schneider-Hof (Wiesenbauer-Hof) um 1930. In diesem Haus wohnt ein Teil der Hamma Familie. Im Hintergrund das gelbe Dürr-Haus.

Signatur von Eugen Kucher
Signatur von Eugen Kucher

Text teilweise aus der Stuttgarter Zeitung vom 12. 07.2014, Staffeleifoto von Günther Kurz aus Degerloch, Foto vom Dürr-Haus-Bild von Matthias Hütter, Foto von Beckenbauerhof-Bild von Gabi Essig.
Geschrieben von Hans Rehberg

Letzte Änderung am 15.03.21