Wappen von Musbach Obermusbach

Im Herbst 2007 wurde nach einer Anregung durch den Ortschaftsrat und einer Beauftragung durch die Stadt Freudenstadt auf einer öffentlichen Veranstaltung durch das Planungsbüro pakora.net die mögliche Entwicklung des Freudenstadt-Musbacher Teilortes Obermusbach vorgestellt. Ziel dieser Entwicklung soll es sein, den Ortsteil für junge Menschen und Investoren attraktiver zu gestalten, so dass die Gebäude und die dörfliche Struktur erhalten bleiben können. Auf dieser Homepage wollen wir diese Entwicklung verfolgen und dokumentieren. Zusätzlich wollen wir die Geschichte von Obermusbach aufarbeiten, um allen Obermusbachern und an Obermusbach Interessierten den Ort näher zu bringen.


 

Die Geschichte der ersten Kurgäste in Obermusbach


Dieses Jahr noch DSL in Musbach

Im Schwarzwälder Boten können wir lesen, dass in Musbach dieses Jahr noch DSL durch die Firma MVOX ermöglicht wird. Den Artikel können Sie hier lesen.
Eine genauere Nachfrage bei der Fa. MVOX ergab jedoch, dass die Verträge noch nicht unterzeichnet sind. Mit der Unterzeichnung ist erst Mitte Mai 2010 zu rechnen. Ein Ausbau in diesem Jahr ist anzuzweifeln.

 

Obermusbach vor dem großen Brand 1822.

Über 60 Besucher konnte Ortsvorsteher Züfle zum Vortrag von Dr. Jürgen Wurster im Bürgerhaus begrüßen.

 

 

 
Neben zahlreichen Musbachern Bürgern waren auch Gäste aus den Murgtalgemeinden, Wittendorf und Schopfloch gekommen.
                          
Anhand von mehreren Tabellen zeigte Dr. Wurster die Besitzer der Obermusbacher Lehenshöfe ab 1600 bis heute. Grundlage für diese Nachweise war unter anderem eine Tabelle des Klosteramtes Reichenbach als Lehensherr über den Grundbesitz aus den Jahr 1769. Weitere Nachweise der Vorbesitzer waren über das Lagerbuch (Steuer- und Grundbuch) von 1667, das Brandprotokoll von 1822 und die Lehensablöse-Verträge aus den Jahren 1839/43 möglich.
 

 
Interessant waren die detaillierten Aufstellungen der Lehensverpflichtungen an das Kloster Reichenbach. Neben Bargeld musste damals auch Naturales abgeführt werden, z. B. jährlich 1 altes und 1 junges Huhn.
Besonders problematisch war es zu dieser Zeit, wenn als Erbschaftssteuer das beste Stück Vieh oder das beste Kleid abgeliefert werden musste. Was machte eine Tageslöhnerfamilie, die beim unerwarteten Tod des Ernährers nun auch noch die einzige Ziege dem Lehensherren abliefern musste?
Dr. Wurster erhielt von den aufmerksamen Zuhörern nach seinem Vortrag herzlichen Beifall und von OV Züfle einen Korb mit Musbacher Produkten.
Organisator Hans Rehberg hatte noch eine kleine Ausstellung von Kopien alter in Kurrentschrift geschriebene Dokumente aus dem Musbacher Gemeindearchiv und alter Württemberger Karten zusammengestellt. Reges Interesse fand auch die Präsentation von alten Fotos der Familie Hamma. Sie zeigten einen Einblick in das Dorfleben aus den Jahren 1904 – 1935.
Lebhaft diskutierten die Zuhörer im Anschluss noch über vergangene Zeiten. Aus dem Getränkeverkauf werden 62,- € im Herbst zur Anschaffung von Blumenzwiebeln für die Dorfverschönerung verwendet.

Links Hans Rehberg, rechts Dr. Wurster
 
Dr. Wurster ist ein anerkannter Heimatforscher, der in den letzten 20 Jahren die Geschichte seiner Vorfahren und die Geschichte vom Kloster Reichenbach erforscht und im Internet unter www.klosteramt-reichenbach.de veröffentlicht hat.
 

Fotos aus Obermusbach 1905 bis 1932

 


 

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